Projektbeirat Windkraft Weißer Stein nimmt Arbeit auf
Der Beirat besteht aus Vertretungen beider Verwaltungen und beider Gemeinderäte, tagt anlassbezogen und wird vom Forum Energiedialog moderiert. Das Gremium hat die Aufgabe, die interkommunale Projektidee nach dem Bürgerentscheid weiterzutragen, als Bindeglied zwischen den Verwaltungen und den Gemeinderäten in Dossenheim und Schriesheim zu fungieren sowie eine transparente Projektentwicklung zu gewährleisten.
In seiner ersten Sitzung wurde die Rolle des Beirates auch als „Resonanzkörper“ zwischen Projektierer, Kommunen und Öffentlichkeit beschrieben. Es wurde beschlossen, dass nach jeder Sitzung eine Information über die zentralen Ergebnisse in den Amtsblättern und Webseiten der Kommunen veröffentlicht wird.
Fachkanzlei Sterr-Kölln & Partner unterstützt Kommunen bei Vertragsverhandlungen
Im ersten Teil der Sitzung stellte sich die Kanzlei Sterr-Kölln & Partner dem Projektbeirat vor. Die Fachkanzlei für Erneuerbare Energien wird die Kommunen bei den Vertragsverhandlungen mit dem Projektierer Pionext rechtlich und wirtschaftlich beraten und die wirtschaftlichen und rechtlichen Details der Verträge prüfen und verhandeln. Die zugeschaltete Anwältin Carolin Schröder erklärte, dass sowohl ein Kooperationsvertrag zwischen den beteiligten Akteuren als auch ein Nutzungsvertrag über die Fläche abgeschlossen werden soll.
Artenschutzrechtliche Untersuchungen laufen bereits seit Anfang des Jahres
Im zweiten Teil der Sitzung stellten die Projektverantwortlichen von Pionext, Philipp Müller und Tobias Kütscher, den Stand der Projektentwicklung vor. Die spezielle artenschutzrechtliche Untersuchung, ein wichtiges Kriterium im Auswahlverfahren, wurde bereits beauftragt. Die umfassenden Untersuchungen hatten im Januar begonnen und erstrecken sich über eine gesamte Vegetationsperiode bis Ende des Jahres.
Bisher erfolgt sind:
- Januar: Ausbringung der Lockstäbe für Wildkatzen
- Februar: Horstsuche sowie Anbringung und Test der Fledermausboxen
- März: Ausbringung der Haselmausstuben
Die Untersuchungen sind mitentscheidend für die konkreten Anlagenstandorte. Mit den lokalen Naturschutzverbänden bestehe bereits Kontakt, um sich über Methodik und Ergebnisse der Untersuchungen auszutauschen.
Die Verträge werden final von den Gremien beschlossen.
In den nächsten Wochen werden die Verwaltungen sowohl mit der Fachkanzlei Sterr-Kölln & Partner als auch mit dem Projektierer Pionext die vertraglichen Grundlagen erarbeiten. Hierzu zählt der Zuschnitt der Fläche, die damit verbundene Anlagenzahl und die Pachthöhe sowie deren Verteilung auf die Kommunen. Neben den Ergebnissen der artenschutzrechtlichen Untersuchung sind hierfür auch mögliche Beschränkungen durch den Flugverkehr relevant. In der nächsten Beiratssitzung im Juli werden die Eckpunkte der Verträge und das weitere Vorgehen zwischen den Kommunen erörtert. Die finale Entscheidung über die Verträge wird anschließend im Rahmen der jeweiligen Gemeinderatssitzungen für die jeweilige Stadt- bzw. Gemeindefläche getroffen.



